Die Bauphase

In diesem Projektabschnitt vollzieht sich nun die Verwandlung des „verwunschenen Schlosses“ in einen majestätisch anmutenden Wohnsitz.
Die HERITUS AG bürgt für eine gründliche Sanierung vom „Scheitel bis zur Sohle“. Der Sanierungsbeginn nach der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) wird beim zuständigen Bauamt durch den Architekten angezeigt. Danach geht es auf der Baustelle zur Sache.
Die Bauphase
Ein kompetenter Bauleiter wird vom Generalunternehmer festgelegt sowie ein Sicherheits- und Gesundheitskoordinator, der dem Gewerbeaufsichtsamt gemeldet werden muss. Dieser achtet auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften wie das Tragen von Schutzkleidung oder die fachgerechte Absperrung der Baustelle. Der Bauleiter ist für den reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten verantwortlich. Der Architekt kontrolliert die Einhaltung des Zeitplans und die Qualität der erbrachten Teilleistungen.
Vor den notwendigen Abbrucharbeiten aller nicht verwendbaren Bauteile erfolgt eine Begehung durch Mitarbeiter der Denkmalschutzbehörde. Sie legen in einer Befundanalyse die erhaltenswerten Bauteile detailliert fest. Zum späteren Vergleich werden sogenannte Befundstellen an den entsprechenden Wänden markiert, die in der Analyse genau beschrieben werden.
Der Ablauf der nachfolgend beschriebenen Bauarbeiten erinnert an die Funktion eines Schweizer Uhrwerkes. Alle Gewerke greifen zeitlich und qualitativ sorgfältig aufeinander abgestimmt ineinander, damit zum geplanten Stichtag ein von Grund auf saniertes Kunstwerk seinen stolzen Eigentümern übergeben werden kann. Auch Sie könnten dazugehören.
Rohbauarbeiten bei der Bauphase
Zunächst stehen die Rohbauarbeiten im Mittelpunkt. Im Keller werden alle Wände mittels Sandstrahltechnik sorgfältig von altem Putz befreit. Von außen werden die freien Gebäudeseiten aufgegraben. Um eine langfristige Trockenlegung des Bauwerkes sicherzustellen, werden eine horizontale Sperrung durch eine sogenannte Injektage und eine vertikale Sperrung mithilfe eines wasserresistenten Dichtungsmaterials vorgenommen. Beide Varianten der Sperrung sorgen dafür, dass sowohl von der Außenseite als auch vom Gebäudesockel keine Feuchtigkeit ins Haus eindringen kann.
Die Maurer schaffen Durchbrüche für Fenster und Türen oder mauern Nischen und Öffnungen aus. Um ebene Flächen im Erdgeschoss zu schaffen oder Deckenbereiche zwischen Erdgeschoss und Keller zu ersetzen, müssen Beton- und Stahlbetonarbeiten durchgeführt werden.
Wussten Sie, dass für die Sanierung der Holzbauteile auf Grundlage des Holzschutzkonzeptes die Zimmerleute zuständig sind? Sie sorgen für die statische Verstärkung der Balkenkonstruktionen und die Realisierung vorbeugender, chemischer Holzschutzmaßnahmen sowie die Erneuerung der Traufkonstruktion. Diese bildet den Übergang von der Hauswand zum Dachstuhl. Die Dachkonstruktion wird unter Berücksichtigung der Vorgaben der Denkmalschutzbehörde von Grund auf erneuert und mit passender Deckung versehen.
Ist der Rohbau fertiggestellt, kommt der Prüfingenieur für Tragwerksplanung zur Rohbauabnahme. Sie merken schon, dass der Gesetzgeber zur allgemeinen Sicherheit immer wieder Kontrollmechanismen vorgeschrieben hat.
Handwerker bei der Bauphase
Handwerker aus den Bereichen Elektrotechnik sowie Heizung, Lüftung und Sanitär kümmern sich als Nächstes um Installation und Einbau der Grundleitungen im Keller sowie aller Leitungen für Elektronik, Wasser, Abwasser und Heizung im ganzen Haus. Außerdem wird die Dachentwässerung an die Grundleitung angebunden. Schließlich montieren die Fachleute Tragständer für Sanitärobjekte in den Bädern.
Tischler sorgen für detailgetreu nachgebauten Ersatz aller Fenster, Türen und Treppen. Nach Möglichkeit werden aber vorhandene Bauteile restauriert, solange die Einhaltung der Wärme-, Brand- oder Schallschutzverordnungen gewährleistet ist.
Auch die Außenfassade muss nach historischem Vorbild wieder fachmännisch hergestellt werden. Schließlich gilt die Vorderansicht eines Hauses als seine Visitenkarte.
Innen werden Wände verputzt und Handwerker für den Trockenausbau kümmern sich um das Aufstellen von Einbauwänden, die Montage von Unterhangdecken sowie die Verkleidung und Dämmung des Dachgeschossausbaus.
Estrichleger verlegen Wärmeschutz- und Schallschutzelemente in den Fußböden, bevor der Estrich eingebracht wird. Im Keller werden die Räume durch Metallwände voneinander abgetrennt und Feuerschutztüren eingebaut.
An der meist rückseitigen Außenfassade werden Balkone mithilfe einer Stahlbaukonstruktion montiert. Auf diese Weise entspricht die Wohnqualität auch gehobenen Ansprüchen zukünftiger Hausbewohner.
Parkettböden bei der Bauphase
Im Innenbereich geht es an die Feinabstimmung. Küche und Bad werden mit geschmackvollen, hochwertigen Wand- und Bodenfliesen in Schwarz-Weiß-Optik ausgestattet. In den Wohnungen sorgen trittschallgedämmte Parkettböden für die notwendige Langlebigkeit und verleihen den Räumen eine angenehm wohnliche Atmosphäre. Die Bäder werden mit Sanitärobjekten und Armaturen im italienischen Design sowie einem Handtuchheizkörper ausgestattet.
Wände und Decken werden tapeziert und erhalten danach einen freundlichen weißen Farbanstrich. Die elektrische Installation wie der Einbau von Schaltern und Steckdosen wird vervollständigt. Im Eingangsbereich des Hausflures werden die geräumigen Edelstahlbriefkästen poliert und die Klingelanlage aus Edelstahlelementen mit Gegensprechfunktion angeschlossen.

Soweit vorhanden, werden kostbare Erinnerungen aus vergangenen Zeiten vom Maler und Stuckateur liebevoll in Szene gesetzt. Dazu können Malereien und Stuckornamente im Treppenhaus, an Decken oder Wänden sowie an der Außenfassade gehören. Die Denkmalschutzbehörde kontrolliert die richtige Farbgebung und Schablonierung, also das Muster der Malerei beziehungsweise der Ornamente. Tischler ergänzen eventuell vorhandene historisch restaurierte Türen und Treppengeländer. Mittlerweile ist auch der Außenbereich angelegt. Im Hof sind Gehwege und Mülltonnenstellplätze gepflastert, attraktive Beete mit hübschen Pflanzen angelegt und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen worden.
Nach einer abschließenden Feinreinigung des Hauses erstrahlt das ehemals „verwunschene Schloss“ nun in neuem Glanz. Es ist nur noch ein kurzer Augenblick bis das Anwesen seine „Lebendigkeit“ endgültig zurückgewinnt.