Fertigstellung des Objektes William-Zipperer-Strasse 129 in Leipzig

HERITUS AG saniert Denkmalschutz-Objekt in der William-Zipperer-Str.129 in Leipzig

Objekt William-Zipperer-Strasse in Leipzig
Leipzig, den 20. Juni 2008
Eckhäuser bestechen nicht nur durch ihre besondere Lage, sondern auch durch individuelle Grundrisse. So auch das neu sanierte und unter Denkmalschutz stehende Eckhaus in der William-Zipperer-Straße 129 in Leipzig. Von Außen ist kaum zu vermuten, dass sich hinter der wiederhergestellten und im neuen Glanz erstrahlenden Fassade jetzt moderne Wohnräume verbergen. Schon beim Eintreten in das circa 100 Jahre alte Haus erkennt man die detailgenauen, aufwendig und liebevoll restaurierten Jugendstil-Elemente . Der großzügige Treppenaufgang besticht durch stilvolle und wieder hervorgebrachte Blumenornamente. 17 Wohnungen fügen sich in den sanierten Altbau in der William-Zipperer-Straße 129 ein und bieten viel Platz zum Wohlfühlen. Welche Arbeiten notwendig sind, um Alt und Neu so zu verbinden, dass sich die künftigen Mieter wohl fühlen, erklären Bauleiter Stephan Bergmann, Holzschutzgutachter Michael Zügner und Generalunternehmer Rolf Reinhold in folgenden Interviews. Bitte lesen Sie auch die Interviews verschiedener Eigentümer bei der Wohnungsabnahme. Klicken Sie hier weiter zu den Video-Interviews….

Generalunternehmer Rolf Reinhold: „Ein denkmalgeschütztes Haus mit 10 Tonnen Stahl“

Herr Reinhold haben Sie schon öfter an so einer Immobilie mitgewirkt und wie gefällt Ihnen das Endergebnis?

Nein das ist das erste Mal, das wir an einem Gebäude dieser Größenordnung mitgearbeitet haben. Aber man ist stolz, was aus einem nicht mehr bewohnbaren Haus alles werden kann. Vor allem wenn man sich vorstellt, dass bei der Sanierung zehntausend Tonnen Stahl verbaut wurden. Dieser Altbau fügt sich sehr schön in die Straße ein und ist als Eckhaus ein echter Blickfang.

Welche Aufgaben hatten Sie als Generalunternehmer?

Wir bieten unseren Kunden alles aus einer Hand. Wir organisieren, koordinieren und kontrollieren alle Gewerke ,die am Projekt beteiligt sind. Dadurch, dass alle Gewerke zu unserer Genossenschaft gehören, sind die Kooperation und das Teamwork untereinander sehr präzise. So können wir auch sofort auf Sonderwünsche der Kunden reagieren und weiterleiten. Aber natürlich sind wir auch für alle anderen Aufgaben am Bau verfügbar.

Wie war die Zusammenarbeit mit der Heritus AG?

Wir haben schon mehrere Häuser mit der Heritus AG gemeinsam im neuen Glanz erstrahlen lassen. Heritus liefert stets sehr gute technische Unterlagen, an denen wir uns orientieren. Des Weiteren ist die Baubetreuung seitens der Heritus AG sehr gründlich genauso wie die Koordinierung untereinander. Einen Altbau wieder Instand zusetzen ist eine komplexe Aufgabe,. wenn es zu Fragen während der Bauphase kommt, ist immer sofort ein Mitarbeiter des Unternehmens zu erreichen. Aber natürlich funktioniert so eine Zusammenarbeit, die noch lange bestehen soll, nur wenn sich beide Seiten respektieren , und das ist hier absolut der Fall.

Bauleiter Stephan Bergmann: „Dieser Altbau besticht durch sein Treppenhaus mit wundervollen Ornamenten“

Herr Bergmann wie viele Personen haben an dieser Altbausanierung in der Wilhelm-Zipperer-Straße 129 mitgewirkt?

Es waren circa 20 Gewerke vom Farbrestaurateur bis hin zum Fliesenleger im Einsatz. Auf die Personenzahl gerechnet ungefähr 70 Handwerker.
Fassade der William-Zipperer-Strasse in Leipzig

Welche Aufgaben hatten Sie bei diesem Objekt?

Von der Planung der Bauabläufe über Behördengänge bis hin zu der Reduzierung der Lärmbelästigung für die Nachbarn während der Bauphase fast alles. Bei einer denkmalgeschützten Immobilie sind viele Behördengänge zu erledigen. Dazu kommt noch die Einhaltung der anderen Bauvorschriften wie zum Beispiel des Brandschutzes. Jeden Tag ist auch ein Baubericht zu verfassen, den unter anderem die Eigentümer regelmäßig zugesendet bekommen. Natürlich muss bei so einem Projekt die Zusammenarbeit aller stimmen, da man immer unter Zeitdruck arbeitet, aber das hat hier sehr gut geklappt.

Holzschutzgutachter Michael Zügner: „Ein Unterschied wie Tag und Nacht“

Welche Aufgabe hatten Sie bei der Sanierung dieses denkmalgeschützten Objektes?

Ich habe zu dieser Immobilie das Holzschutzgutachten erstellt. Dass heißt, die Deckenbalken und alle anderen Holzbauteile wurden freigelegt und auf tierischen und pflanzlichen Schädlingsbefall geprüft. Hier im Objekt waren die Holzbauteile noch sehr gut erhalten und nicht befallen. Durch die Konstruktion der Deckenbalken kann man das ungefähre Erbauungsdatum der Immobilie schätzen. Dieses Gebäude hier ist ungefähr um die 100 Jahre alt.

Welche Holzarten wurden hier verbaut?

Hier wurden vor allem Nadelhölzer, bevorzugt Kiefer, verwendet. Denn diese Holzart kommt in der Umgebung oft vor. Dieses Holz ist ein dauerhaftes, harzhaltiges Bauholz, das langlebig ist. Bei guter Verarbeitung, so wie hier im Objekt, ist es viele Jahrzehnte haltbar.

Haben sie während ihrer Arbeit auch mit der Denkmalschutzbehörde Kontakt?

Da bin ich weniger betroffen. Natürlich gibt es Auflagen, die auch ich einhalten muss, wie zum Beispiel die Erhaltung der verschiedenen Deckenkonstruktionen. Aber sonst verschwindet meine Arbeit nach Abschluss meines Gutachtens unter Decken und Böden.

Wie gefällt Ihnen das Objekt nun im sanierten Zustand?

Besonders toll finde ich die schönen Malereien und Ornamente im Treppenhaus. Ich habe das Objekt vor der Sanierung in einem abgewohnten und abgenutzten Zustand gesehen, und nun ist es kaum mehr vorstellbar, wie es einmal aussah, da braucht man viel Fantasie. Die Wohnungen wurden alle sehr liebevoll hergerichtet. Ich wünsche den neuen Mietern viel Spaß mit ihrem neuen Zuhause. Ich bin sehr stolz, dass ich hier mitarbeiten durfte und so ein Schmuckstück entstanden ist.

Geschrieben am 20.06.2008 von S.Helmbrecht
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