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Interview mit Maler Hopfer zum Objekt Enderstrasse 9 in Leipzig
Maler Holger Hopfer: "Die Wandmalerein sehen exakt so aus wie früher - das verstehe ich unter Denkmalpflege".
Herr Hopfer, inwiefern waren Sie an der Sanierung und Denkmalpflege der Endersstr. 9 beteiligt?
Wir sind ungefähr zweieinhalb Monate während der Sanierung vor Ort gewesen. Während dieser Zeit haben wir nicht nur die komplette Straßenfassade gestrichen, sondern auch alle Wohnungen und das Treppenhaus. Und wir konnten im Rahmen der Denkmalpflege die Schablonenarbeiten und einen Teil des Stucks wieder herrichten.Woher wissen Sie eigentlich, wie diese Details des denkmalgeschützten Gebäudes früher aussahen und wie richten Sie den Stuck wieder her?
Bei den Schablonenmalerein haben wir den alten Bestand frei geschabt und so die früheren Farben gefunden. Das wird genau dokumentiert. Auf dieser Grundlage wählen wir dann Farbtöne, die den Originalen des denkmalgeschützten Gebäudes entsprechen.Der Stuck ist bei den denkmalgeschützten Gebäuden an der Decke verschraubt und verklebt. Wenn er beschädigt ist, müssen wir ihn abnehmen. Wir bringen ihn in die Werkstatt und stellen eine entsprechende Form her. Diese wird neu mit Gips ausgegossen. Dann warten wir, bis die Masse getrocknet ist und bringen den Stuck wieder an.
Arbeiten Sie gerne an denkmalgeschützten Gebäuden?
Auf jeden Fall! Da geht es nicht einfach darum Wände zu streichen, sondern es kommen viele andere Arbeiten an den denkmalgeschützten Gebäuden hinzu. Das bedeutet: Wir sind nicht bloß Anstreicher, sondern in unseren handwerklichen Fähigkeiten richtig gefordert - das macht Spass.Geschrieben am 22.07.2008 von S.Helmbrecht
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